Supergene Lagerstätten, das heißt: an der oder nahe der Erdoberfläche entstanden. Das können die Berge antiker und neuzeitlicher Schlacken aus dem
Verhüttungsprozess auf dem Meeresgrund sein, aber auch die mächtigen, oft hunderte von Metern hohen, unbewachsenen oder wieder aufgeforsteten
Halden antiker und neuzeitlicher Bergbautechnik.

Allen gemeinsam ist, dass die primären Ausgangsstoffe der entstandenen und auch heute noch entstehenden Sekundärmineralien alle durch die Hand des Menschen gegangen sind.

Das Bedeutsame daran ist, dass die Stoffe, die auf die Halden verbracht wurden, aus ihren ursprünglichen primären Lagerstätten – Verbänden herausgerissen wurden und nun mit neuen Stoffen aus dem Haldenmaterial chemisch reagieren. Mit Hilfe der verschiedensten, durch Meereswasser oder Regen, sauren oder basischen Stoffbestandteilen bilden sich auf diese Weise neue Mineralien, die oft besonders intensive Farben tragen.